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Vorbild für die Wärmewende: GdW zeigt Rheinwohnungsbau-Projekt in Duisburg-Ungelsheim

RWB · Kommunikation24. September 20263 Min. Lesezeit

Die Wärmewende im Gebäudebestand zählt zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Gleichzeitig muss Wohnen bezahlbar bleiben. Wie beides zusammen funktionieren kann, zeigen wir in unserem Quartier Duisburg-Ungelsheim.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hat die Rheinwohnungsbau besucht, um das Projekt als Praxisbeispiel für eine nachhaltige Wärmeversorgung im Wohnungsbestand vorzustellen. Mit Wärmepumpen, Photovoltaik, intelligenter Energiesteuerung und gezielten Modernisierungsmaßnahmen zeigen wir, wie Klimaschutz und bezahlbares Wohnen zusammengehen können.

Wie lässt sich ein Wohnquartier aus den 1950er-Jahren fit für die Zukunft machen? Dieser Frage haben wir uns in Duisburg-Ungelsheim gestellt und eine Antwort gefunden.

Dass unser Ansatz auch über die Region hinaus Beachtung findet, zeigt der Besuch des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft hat unser Quartier besucht, um zu zeigen, wie die Wärmewende im Gebäudebestand praxisnah, wirtschaftlich und sozialverträglich umgesetzt werden kann.

In unserem Quartier haben wir rund 130 Gebäude umfassend modernisiert, um die Wärmeversorgung schrittweise von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien umzustellen. Dafür wurden Photovoltaikanlagen installiert, die elektrotechnische Infrastruktur erneuert und Wärmepumpen in die Gebäude integriert. Ergänzt wird das System durch eine intelligente, KI-gestützte Energiemanagement-Software, die Erzeugung und Verbrauch optimal aufeinander abstimmt.

„Wir haben unsere 130 Objekte im Quartier modernisiert, um weg vom Erdgas und hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung zu kommen“, erklärt Benjamin Gaidel, Handlungsbevollmächtigter Bauwirtschaft bei der Rheinwohnungsbau.

Neben der technischen Umstellung wurden die Gebäude dort energetisch verbessert, wo es sinnvoll und wirtschaftlich ist. Kellerdecken und Dachbereiche wurden gedämmt, Fenster ausgetauscht und weitere Maßnahmen umgesetzt, die einen spürbaren Beitrag zur Energieeffizienz leisten. Dabei verfolgen wir bewusst einen Ansatz mit Augenmaß. Denn nicht jede energetische Maßnahme muss maximal umgesetzt werden, um eine große Wirkung zu erzielen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus moderner Technik, erneuerbaren Energien und gezielten baulichen Verbesserungen.

Insgesamt haben wir mehr als 50 Millionen Euro in rund 780 Wohnungen investiert. Das ist ein starkes Signal für den Klimaschutz im Bestand und gleichzeitig für bezahlbares Wohnen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wärmewende nicht zwangsläufig zu höheren Wohnkosten führen muss. In einem zuvor unsanierten Gebäude aus dem Jahr 1958 konnten die Heizkostenvorauszahlungen beispielsweise von rund 75 Euro auf weniger als 25 Euro pro Monat reduziert werden.

Auch bei Betrieb und Wartung bietet die neue Technik Vorteile. Wärmepumpen gelten als weniger störanfällig und wartungsintensiv als klassische Gasheizungen. Damit lassen sich langfristig auch Betriebs- und Instandhaltungskosten stabil halten. Die positiven Erfahrungen im Quartier haben zudem gezeigt, dass die anfängliche Skepsis vieler Bewohnerinnen und Bewohner einer großen Zustimmung weichen kann, wenn die Vorteile der Maßnahmen im Alltag spürbar werden.

Für uns gehört Klimaschutz untrennbar mit sozialer Verantwortung zusammen. Deshalb setzen wir auf Lösungen, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich tragfähig sind.

„Ein Bestandsgebäude mit einer 20 Zentimeter starken Wärmedämmung auszustatten, ist total übers Ziel hinausgeschossen“, sagt Geschäftsführer Thomas Hummelsbeck. Aus seiner Sicht führt der erfolgreichste Weg zur Klimaneutralität über einen intelligenten Maßnahmenmix: Wärmepumpen, eigener Solarstrom, digitale Steuerungssysteme und eine bedarfsgerechte energetische Verbesserung der Gebäude.

Auch der GdW sieht in diesem Ansatz einen wichtigen Weg für die Wohnungswirtschaft. Das Projekt in Duisburg-Ungelsheim veranschaulicht, wie der sogenannte Praxispfad zur CO₂-Reduktion funktionieren kann: fossile Energieträger ersetzen, erneuerbare Energie vor Ort erzeugen, die Effizienz sinnvoll steigern und gleichzeitig die Bezahlbarkeit des Wohnens sichern.

Für uns ist deshalb klar: Die Wärmewende wird nicht durch einzelne Maßnahmen entschieden, sondern durch praxistaugliche Gesamtkonzepte. Duisburg-Ungelsheim zeigt, wie dieser Weg aussehen kann: Schritt für Schritt, Quartier für Quartier und immer mit dem Ziel, nachhaltiges und bezahlbares Wohnen miteinander zu verbinden.

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